Im Jahr 1998 begann die Anno-Computerspiele-Serie mit Anno 1602. Das Strategie-Spiel wurde von den Firmen Max Design und Sunfolwers entwickelt und verkaufte sich über 2 Millionen Mal. Der Name ist einfach zu erklären: Der Spieler beginnt im Jahr 1602 und beginnt in einer unerforschten Welt. In diesem Szenario kann der Spieler nun Land besiedeln, Dörfer und Städte gründen, Rohstoffe sammeln und Produktionsstätten für die Weiterverarbeitung erstellen.
Von der "einfachen" Welt zu Beginn mit Holz sammeln etc. wird die gesteuerte Zivilization immer komplexer. Es entsteht eine virtuelle Wirtschaftswelt mit Luxusgütern (deren Produktion natürlich erst nach einigen vorherigen Produktionsstufen möglich ist), Lebensmitteln und sonstigen Gütern. Ebenso muss eine öffentliche Verwaltung aufgebaut werden mit Rathaus, Feuerwehr, Schulen, Kirchen, Schwimmbädern etc. Dabei hat es der Spieler wie in der realen Welt mit allen möglichen Schwierigkeiten zu tun. So passieren Naturkatastrophen, Krankheiten brechen aus oder es muss Krieg mit anderen Zivilizationen geführt werden.
Im Verlauf von Anno 1602 werden verschiedene Zivilisationsstufen erreicht. Je nach Fortschritt gibt es verschiedene Güter, Produktionsstätten und Gebäude. Zur Finanzierung der virtuellen Welt werden Steuern von der Bevölkerung erhoben. Um die Bevölkerung zufrieden zu halten muss der Anno-Spieler für das Vorhandensein von Luxusgütern sorgen, die Steuern nicht zu hoch schrauben und spezielle Gebäude bereitstellen, die für Zufriedenheit sorgen (wie z.B. Theater, Kirchen, Schwimmbäder, Arztpraxen etc.). Da die Strategie-Komponente bei Anno 1602 im Vordergrund steht spielen Kriege zwischen den einzelnen Völkern eher zur Ausnahme. In fortschrittlichen Zivilizationsstufen kann man zwar Krieg führen, Handel und Diplomatie stehen jedoch beim Verhältnis zu anderen Zivilizationen im Vordergrund. Anno 1602 kann mit mehreren Spielern gespielt werden über Internet oder LAN.